feucht die warme luft im treibhaus durch das üppige blattgewirr der
pflanzen fällt das licht dämmrig gold auf empfindliche rosenstöcke
legt
sich schweratmend auf verwelkte akazienblüten die sich hinter der
morschen moosbank zu einer schneewittchenwand verdichtet hatten und dort
hängen die letzten lilablauen mimosen wie fallende sternchen an den
dienernden stengeln ewig sportlich biegsam
nur hier schmiegt sich der
hibiskus in zarten pastellcreme zwischen kamelien und samtiggrünem efeu
in verschwenderischer fülle dicht an die feuchte glaswand bis zum nächsten sommer
nur hier um die duftenden träume wieder einzufangen
es ist mein platz zum
verweilen zum ruhen um gedanken zu fassen sich sammeln dürfen mein
verschwiegener ort
während draußen der wind an den bäumen reißt um die
allerletzten bunten blätter an das glasparadies zu kleben
ein früher herbstmorgen müde noch im tagesahnen vor staunenden augenfenstern bis ein rauschen über laubbaumwipfel fährt und der herbst mit goldenen fingern erste herbstschatten zaubert auf purpurkronen zwischen aufgescheuchten äste wiegen sich junge birken standhaft in zartem grauweiß
nur das hell hinter den stämmen atmet schwach wie das
schweigen und harren vor dem kommenden winter und dahinter wie ein
spiegel liegt kühlblank der see mit der andächtigen morgenstille des
beginnenden tages
dort klatscht ein trugbild ins wasser mit den himmelsbewegungen unsere sehnsucht gemalt auf wellen
es beugt der wind mit sanfter hand die silbernen hälmchen erzittern und beben unhörbar rinnt ein tautropfen verfängt sich im spinnnetz fällt hindurch und zerspringt
dicht daneben raschelt butterbrotpapier hörbar dort auf
dem lkw rastplatz zwischen stullen kauende arbeitsmüde typen und die
tachographenmesser tackern weiter
über allem im zickzackmuster zerfranste wolkenrändern auf der diesel angehauchten rastplatzidylle.
wenn sie rollschuhe fahren die engel das es grollt platzt der himmel in grau aus allen nähten prasselt das nass bildet blubbernde rinnsale auf aufgeweichten wiesenhängen dort schnappen regenwürmer nach luft dazwischen klemmen gelöste blätter über dem erdwall im vorwärtswunsch den berg hinunter verschluckt sich der gulli wegabwärts grell erleuchtet vom blitz wie getroffen verstummt die welt bis das klopfen aufhört und der nebel hochsteigt mit feuchten socken und sich in den weinenden bäumen verfängt
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EinBLICKE
über zauselig verwunschene baumkronen fegt der wind mit vollen backen, schlägt grüngestrichene fensterläden mit donnergetöse gegen hausputzwände und bringt sie zum nießen. regenwolken über meinem wunderland , ein vogel nippt an dem noch trockenrostigen regenbehälter und drüben zittert ängstlich das letzte übriggebliebene blütenblatt am wippenden zweig. der spätnachmittag begrüßt den erwachten abend durch meinen radiolautsprecher. ansage für morgen : sonnig heiter. mit einem dumpfen knall verdunkelt sich das erschrockene fenster . schnell nun die kleinkarierten gartenstuhlbezüge ins haus und die aufgeplusterte , empört wehende wäsche abnehmen , bevor der regen alles noch einmal wäscht. einen schönen sonnigen tag wünsche ich
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verschwiegenene orte
feucht die warme luft im treibhaus durch das üppige blattgewirr der pflanzen fällt das licht dämmrig gold auf empfindliche rosenstöcke legt sich schweratmend auf verwelkte akazienblüten die sich hinter der morschen moosbank zu einer schneewittchenwand verdichtet hatten und dort hängen die letzten lilablauen mimosen wie fallende sternchen an den dienernden stengeln ewig sportlich biegsam nur hier schmiegt sich der hibiskus in zarten pastellcreme zwischen kamelien und samtiggrünem efeu in verschwenderischer fülle dicht an die feuchte glaswand bis zum sommer nur hier um die duftenden träume einzufangen es ist mein platz zum verweilen zum ruhen um gedanken zu fassen sich sammeln dürfen mein verschwiegener ort während draußen der wind an den bäumen reißt um die allersten noch zartgrünen blätter an das glasparadies zu kleben.
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der Allerletzte
frühlingstrunkener flor windgetrieben in tageswellen blütengeschäumt auf starren fensterbänken bis zum nächsten reifenquitschenden stoß der sonntagsfahrer sonne haschend dem himmelblau hinterher
im vermischen von staubwolken kämpft der letzte maikäfer auf dem rücken um das nicht greifbare überleben
verrückter wimpernschlag und dann gesichtslos gestürzt
gefangen in einer traumkugel langsam das versinken beim hastigen liebe
atmen die eigenen lebenswolken verschluckt und benommen durch glaswelten
geblickt in lupenvergrößerung ein erahntes gefühlt zwischen den empfindung meiner ertrunkenen träume mit einem verrückten wimpernschlag
Wenn sie Rollschuhe fahren die Engel das es grollt platzt der Himmel in grau aus allen Nähten Prasselt das Nass bildet blubbernde Rinnsale. Dort auf aufgeweichten Wiesenhängen schnappen Regenwürmer nach Luft, dazwischen klemmen gelöste Blätter über dem Erdwall im Vorwärtswunsch den Berg hinunter
Verschluckt sich der Gulli, wegabwärts
grell erleuchtet vom Blitz wie getroffen, verstummt die Welt bis das Klopfen aufhört, der Nebel hochsteigt mit feuchten Socken
Sie hetzen die Zeit durch regennasse Strassen, nur das Rauschen klebt an der Türklinke von Zimmer 11.
Hier atmen verlegen die Stunden kippen in graublau Lichtbündel durch das hohe Fenster, die sich tanzend in stummen Bücherregalen verfangen bis sie ermüdend, breitbeinig - als Schatten - auf meiner Bettdecke landen.
Sie hatte diesen Punkt geklebt unsichtbar haltbar. Dort wo der Stukk als Blütenrandrose in die Decke sich Einband um kichernd sich in zarten Wölbungen wieder aufzuwerfen.
Fast trotzig dann in gelbgewunden. Augenmüde Beobachtung und harren , Wortloses verstehen.
Da saß sie bewegungslos erstarrt von meinem Bestaunen. Im unbeobachteten Momentdieses zarte drehen einer Schlittschuhläuferin - Sekundenatmend .
Dann schleuderte sie wie ein Band den seidigen Faden hinter sich - wölbte ihren Bauch wie eine Schwangere und tanzte auf dem dünnen Seil
blattlose Baumkronen über feuchtbraunen Waldboden, erdigpilziges einatmen. Rechtsseitig den Weg begrenzend - moosigüberzogene Sandsteinflechten auf brüchigen Steinhängen, auffällig dort ein leuchtend grinsendes gelb .
Dazwischen streben jungen Kiefernkeimlingen dem Licht entgegen, noch schützend eingebettet in weichem Grün, sanft träumend und versteckt gelagert . Einstampfen dort durch triefende
Waldgerüche Hier weben sich Spinnen über farnbedeckte Naturbehausungen einen Silberhimmel.
In dieser wildromantischen paradisischen Einsamkeit die so schwefelgelb leuchtet braucht man spitze Ohren für die Synfonie und wache Augen für den Tanz der Schmetterlinge . Ein buntwippender Reigen über die blauschwarzen, knisterprallen Beeren.
In einem Bett aus Tannennadeln atme ich tief den säuselnden Wind von den Blättern und vor mir plätschert sanft und verschluckt sich